Ziele im Schwerpunkt Partizipation

● Roma Strategie ist flächendeckend und breit konsultiert

● Gestaltungs- und Entscheidungsmacht der Roma ist gestärkt

● Roma Dialogplattform ist mit lokalen Integrationsforen vernetzt

● Roma Jugend ist in Jugend-Partizipationsprozessen vertreten

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Kommentare (2)

Usnija Buligovic

28.11.2016 23:24

Zur Partizipation der Roma-Zivilgesellschaft bei der Online Roma Dialogplattform

Thara stellt fest, dass für viele Roma und Sinti, die sich in Österreich befinden oder schon länger hier leben, ganz egal, ob nun autochthon oder allochthon, der Zugang zum Internet (und somit zu dieser Art des Online-Dialogs) keine Selbstverständlichkeit ist. Viele Familien können sich die Kosten eines PCs und die Gebühren für einen Internetanschluss nicht leisten. Sie kommunizieren fast ausschließlich per Smartphone und benutzen dabei vor allem diverse Chat-Apps, Internettelefonie oder Social Media.
Auch die Sprache des Strategiepapiers sollte auf ihre Verständlichkeit für die Mehrheit der Roma/Romnja und Sinti/Sintize hin untersucht werden. Tharas Erfahrungen zufolge sind nicht alle Roma/Romnja und Sinti/Sintize imstande, der sehr anspruchsvollen Sprache dieses Schriftstückes zu folgen, auch wenn sie sich prinzipiell für die Arbeit der RDP interessieren. Viele in Österreich lebende Roma/Romnja sind zugewandert, Deutsch ist nicht ihre erste Sprache.

Die Limitierung des Zeitrahmens innerhalb dessen die Rückmeldungen (Partizipation) stattgefunden haben muss ( 2 Monate) stellt im Ermessen Tharas ebenfalls eine große Hürde dar: Gerade in einer Zeit, in der alle Projekte sehr viel zu tun haben mit der Realisierung der eigenen Vorhaben ist es kaum realistisch zu erwarten, dass sie KlientInnen und interessierte Roma/Romnja und Sinti/Sintize „mobilisieren“ und motivieren können, sich an der Online Dialogplattform zu beteiligen. Dazu hätte es bedurft, eigene Veranstaltungen zu organisieren, in denen die Strategie vorgestellt und besprochen wird.

Dazu kommt die Tatsache, dass einzelne Maßnahmen und Projekte im Papier nicht namentlich genannt werden, sodass nur mühsame Recherchen und Insiderwissen es möglich machen, sich genauer mit den aktuellen Projekten und deren Leistungen de facto auseinanderzusetzen. Es bleibt für alle, die sich nicht schon lange mit der Thematik beschäftigen und wissen, welche Maßnahmen und Projekte gerade umgesetzt werden, so gut wie unmöglich, aus den Angaben im Strategiepapier (und in der Liste, die als PDF online ist, allerdings ohne Datum) zu erfahren, WAS speziell und im Allgemeinen für Roma und Sinti in Österreich geleistet wird. Ohne dieses Wissen jedoch scheint es unmöglich zu sein, sich an einem Dialog um die Förderung der Roma/Romnja und Sinti/Sintize zu beteiligen – egal ob es sich um einen „online“ Dialog handelt oder nicht.

Walter Wolf

13.10.2016 11:22

Punkt 2 'Gestaltungs- und Entscheidungsmacht der Roma ist gestärkt' sollte im Hinblick auf das Ziel der Unterstützung von Roma Dachorganisationen konkretisiert werden.