Über die Roma Dialogplattform im Bundeskanzleramt

Durch den EU-Rahmen für Nationale Strategien zur Integration der Roma bis 2020  sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufgefordert, die aktive Einbindung der gesamten Roma-Zivilgesellschaft in die Umsetzung der nationalen Roma Strategien zu fördern.

Die österreichische Nationale Roma Kontaktstelle im Bundeskanzleramt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma Dialogplattform geschaffen. Diese bringt regelmäßig BehördenvertreterInnen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden mit VertreterInnen der Zivilgesellschaft sowie ExpertInnen aus Wissenschaft und Forschung zusammen. Ziel ist es, Raum für einen offenen, inklusiven Dialog zu schaffen, in dessen Mittelpunkt die Perspektive der Roma steht.

Eine Teilnahme steht jedermann offen. An den vierstündigen Plattform-Treffen nehmen durchschnittlich 50 – 70 Personen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wissenschaft teil.

Die Veranstaltung dient der Vernetzung mit und dem Austausch zwischen der Roma Zivilgesellschaft und der öffentlichen Verwaltung. Die regelmäßige Anwesenheit zuständiger BehördenvertreterInnen bietet die Möglichkeit eines niederschwelligen Zugangs der Roma Zivilgesellschaft zur Verwaltung. Gleichzeitig wird durch die wiederkehrenden Plattform-Treffen die Sensibilisierung für Anliegen der Roma auf Verwaltungsebene gefördert.

Durch die Roma Dialogplattform soll ein offener Dialog ermöglicht und eine gemeinsame Vertrauensgrundlage geschaffen werden. Vor allem soll aber durch den Beitrag der Roma sichergestellt werden, dass die österreichischen Maßnahmen zur Inklusion der Roma die gewünschte Wirkung entfalten.

Bei der 9. Roma Plattform der Europäischen Union in Brüssel wurde die österreichische Roma Dialogplattform als Vorzeigemodell für die Einbindung der Roma-Zivilgesellschaft in die Inklusionsbemühungen der Mitgliedstaaten präsentiert.


Die Auftaktveranstaltung zur Online Dialogplattform auf "Servus | Szia | Zdravo | Del tuha"

Seit 2012 betreibt die Regierung die „Nationale Strategie zur Inklusion der Roma bis 2020“. Bei der Auftaktveranstaltung am 28. September  wurde im Kongresssaal des Bundeskanzleramts zur "Halbzeit" Zwischenbilanz gezogen und die neue Roma Online-Plattform vorgestellt.